Für einen ästhetisch-chirurgischen Eingriff, einer Schönheitsoperation, gibt es - so die Definition - keine medizinische Notwendigkeit. Ausschlaggebend ist allein der Wunsch der Patientin oder des Patienten. Ziel ist, wenn nicht Schönheit, so doch die Verbesserung des äußeren Erscheinungsbildes.
Die Faszination der Ästhetischen Chirurgie - einem Teilbereich der plastischen Chirurgie - ist verständlich. Dank ständig verbesserter Operationsmethoden können wir heutzutage der Natur immer häufiger ein Schnippchen schlagen: Die Traumfigur scheint machbar, der straffe Bauch, der knackige Po, das süße Grübchen am Kinn ... eigentlich alles nur eine Frage von Geld und Mut. Auch diejenigen, die eine Schönheitsoperation für sich strikt ablehnen - "Würde ich nie machen!" - zeigen für die äußerlichen Veränderungen der Anderen großes Interesse.
Pro oder Contra - das kann zu langen Diskussionen führen. Die Haltung zu kosmetischen Eingriffen hat dabei auch etwas mit dem eigenen Alter zu tun. Es kommt zwar immer häufiger vor, dass sich Abiturientinnen zum Schulabschluss eine andere Nase oder größere Brüste wünschen, der große Teil der Schönheitsoperationen aber ist Chirurgie gegen das Älterwerden: Laserbehandlung im Gesicht, Faltenunterspritzung, Fettabsaugen, Bauchstraffung, Facelifting ... das sind die gängigen Methoden, die Altererscheinungen aufhalten sollen. 10 Jahre jünger aussehen - das ist heute eine realistische Möglichkeit. Spätestens, wenn mit 50 die Elastizität des Bindegewebes deutlich nachlässt, die Erdanziehung immer stärker zu werden scheint und das Gesicht morgens immer länger braucht, um sich zu entfalten, wird für viele Menschen das Thema "Schönheitsoperation" aktuell.
Auch wenn bei einer Schönheits-OP keine medizinische Indikation vorliegt, so sind auch diese Eingriffe - wie jede Operation - nicht frei von Risiken. Neben dem allgemeinen Operations- und Narkose-Risiko, gibt es auch die speziellen Risiken der kosmetischen Chirurgie wie Gefühlsstörungen aufgrund durchtrennter Nervenenden, Wundinfektionen, Blutergüsse und Schmerzen. Ob eine Schönheitsoperation wirklich gelingt und das Ergebnis den Erwartungen der Patientin oder des Patienten entspricht, kann nicht garantiert werden.
Auch ein "nur" kosmetisch begründeter Eingriff muss also gut überlegt sein. Liegen ein gestörtes Selbstbild und eine unrealistische Körperwahrnehmung zugrunde, kann der Psychotherapeut besser helfen als der Chirurg.
Kaum ein Tag vergeht ohne über die Medien etwas über Bauchstraffung,
Brustvergrößerungen,Facelifting usw. aufgeklärt zu werden.Ein lohnendes Geschäft im Zuge des Schönheitswahns bei dem es um sehr viel Geld, Macht und Ansehen geht. In diversen Foren diskutieren angebliche, aber auch echte Patienten über Ärzte, deren Ruf und verbreiten diese Weisheiten ungehindert im Internet. "Wer hat Erfahrungen mit Dr.....?
oder " Habe gehört das Dr. ...... Die Antworten lassen in der Regel nicht lange auf sich warten. Neben sachlichen Fragen und Antworten tauchen plötzlich Kommentare unterhalb der Gürtellinie auf und über den guten
Arzt wird plötzlich eine sehr unseriöse Darstellung ins Netz gesetzt, die auch vor dem privaten Umfeld nicht Halt macht . Freie Meinungsäußerung von Patienten könnte man sagen, leider ist es jedoch auch Tatsache das es sich immer öfter um gesponserte Rufmordangriffe
vermeintlicher Konkurrenten handelt. Das System ist dabei eigentlich simpel .Zufriedene Patienten werden von dem behandelnden Arzt aufgefordert gezielt Lobeshymnen über sich selbst und Kritiken über die Konkurrenten gezielt im Netz zustreuen. Als Entschädigung werden meistens Preissenkungen für die nächste OP geboten, denn man will ja schließlich den Kunden an sich binden.Der Patient meist ohne medizinischen Sachverstand nimmt dieses kleine Geschenk dankbar entgegen.Entstehungsgeschichte
einer Rufmordkampagne die sich auch ohne weiteres auf andere Wirtschaftszweige bedenkenlos ausdehnen läßt. Rufmord als Exitenzvernichter die noch somanchem seriösen Schönheitschirurgen aber auch Managern,Unternehmern jeglicher Branchen das Genick brechen dürfte.
Wirtschaftsdetektei ManagerSOS
www.managersos.info
Karin Schneider