Der BMI wurde vom belgischen Mathematiker Adolphe Quetelet im 19. Jahrhundert entwickelt. Populär wurde er durch den Einsatz bei US-amerikanischen Lebensversicherern, die über die einfache Einstufung des Körpergewichts die Prämien für Lebensversicherungen berechnet haben. Gerade in den USA sind die Risiken durch Übergewicht (aufgrund des ständig steigenden Anteils übergewichtiger Menschen) besonders relevant.
Die Entwicklung des BMI erfolgte also aus primär wirtschaftlichen und nicht aus gesundheitspolitischen Gründen. Zu beachten ist, dass der BMI nur bei Menschen mit durchschnittlichem Körperbau aussagekräftig ist. Bei Menschen, die über einen hohen Anteil an Muskelmasse verfügen (z. B. Bodybuilder), kann der BMI nicht eingesetzt werden, da er zwischen Fett- und Muskelanteil nicht differenziert.
Für die Beurteilung eines Untergewichts wird auch der Broca-Index verwendet, z. B. bei der Magersucht. Die diagnostischen Kriterien der Magersucht sehen bei Erwachsenen eine Körpermassenzahl von = 17,5 kg/m² vor, bei Kindern und Jugendlichen einen BMI unterhalb der 10. Alters-Perzentile. Formel zur Berechnung von <nobr>Body Mass Index (BMI):
Der BMI ist aussagekräftiger als jede andere Gewichtsformel und lässt beim erwachsenen Menschen sportliches Talent erkennen, Übergewicht und Untergewicht bestimmen mit dem einzigen Anhaltspunkt von Gewicht und Körpergröße.
Die Normwerte für Männer und Frauen sind identisch.
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