Fettsucht (Adipositas)

Was ist Fettleibigkeit?

Adipositas ist charakterisiert durch die übermäßige Anhäufung von Fett im Körper. Fettleibigkeit führt zu Folgeerkrankungen und einer kürzeren Lebenserwartung.

Fettleibigkeit entsteht, wenn die Energiezufuhr, vor allem durch fettreiche Ernährung, den Energieverbrauch übersteigt. Gewöhnlich spricht man von Fettsucht, wenn das Körpergewicht das Normalgewicht nach dem Body Maß Index (BMI) um 20% und mehr übersteigt.

Charakteristisch für Fettsüchtige ist, dass ihr Sättigungsgefühl beeinträchtigt ist. Sie klagen darüber, dass sie nicht aufhören können zu essen. Es kommt dagegen selten vor, dass Fettsüchtige über eine übermäßige Gier zu essen berichten. Doch sie scheinen ungemein verführbar zum essen zu sein und können nicht aufhören, solange Nahrung verfügbar ist.

Was sind die häufigsten Ursachen? 

  • Soziale Faktoren, Zugehörigkeit zu einer unteren Bevölkerungsschicht
  • Emotionale/Seelische Probleme
  • Falsche Ernährung
  • Erbanlagen

Was sind die zu erwartenden Folgen?

Zu den psychischen Folgen gehören Depressionen, Schuldgefühle und geringes Selbstwertgefühl sowie akute Selbstmordgedanken. Körperliche Folgen können u.a. sein:

  • Herz-Kreislaufsystem: Atemnot und Kurzatmigkeit im Schlaf
  • Rückenschmerzen (vor allem Lendenwirbelsäule) und Kniebeschwerden, da die Gelenke durch das Gewicht überbelastet werden und sich schneller abnutzen, Fersensporn
  • Seelische Probleme wie Minderwertigkeitskomplexe und mangelndes Selbstwertgefühl
  • Verstärkte Schweißbildung

Wie kann eine erfolgreiche Behandlung aussehen?

Behandlungen, die sich auf die reine Gewichtsabnahme konzentrieren, zeigen eine sehr niedrige Erfolgs- und eine sehr hohe Abbruchrate, und die meisten, die Gewicht verlieren, nehmen es wieder zu. Darüber hinaus hat es sich gezeigt, dass bei ambulant behandelten Fettsüchtigen, im Rahmen ihrer Diätmaßnahmen oder Fastenkuren emotionale Symptome, wie z.B. Nervosität, Schwäche, Reizbarkeit, Übelkeit, Depressionen und Zunahme von Angst, auftreten.

Es ist wichtig, dass der behandelnde Arzt sich bewusst macht, dass Fettsüchtige häufig das Opfer von Diskriminierungen sind. Er muss sich fragen, ob er seinen Patienten einer weiteren Belastung aussetzen kann. Die besten Langzeitwirkungen wurden mit einer ausgewogenen Diät und überall erhältlichen Lebensmitteln erzielt.
Eine erfolgreiche Behandlung bedeutet somit eine lebenslange Umstellung der Ernährungs- und Lebensgewohnheiten. Der Patient muss aktiv an sich arbeiten und akzeptieren, dass er ein Gewichtsproblem hat. 

Nach Ausschluss einer krankhaften Ursache sind vor allem drei Grundpfeiler wichtig:

  • Diätberatung, Kalorienreduktion, zum Beispiel Reduktionsdiät
  • Verhaltenstherapie, durch die das Hunger- und Sättigungsgefühl neu gelernt wird, Stress abgebaut und Essstörungen vorgebeugt wird
  • Regelmäßiges körperliches Training



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