Chemische Verhütungsmittel
Die Chemikalien in den Präparaten wirken auf unterschiedliche Art: Sie können Spermien abtöten oder bewegungsunfähig machen und zusätzlich eine Barriere gegen die Spermien bilden. Sie enthalten als wirksame Substanzen: Nonoxynol-9; Octoxynol-9, Menfegol. Die Mittel gelten, wenn sie allein angewendet werden, als wenig sicher, deshalb werden sie meistens in Verbindung mit Kondom, Diaphragma oder Portiokappe benutzt.
Daneben bilden einige Mittel einen zähen Schaum oder Schleim, der den Muttermund verschließt. Chemische Schutzmittel werden oft falsch angewendet. Die Schutzmittel müssen tief in die Scheide der auf dem Rücken liegenden Frau eingeführt werden, da sonst die Möglichkeit besteht, dass die Substanzen schnell nach unten abfließen.
Scheidenzäpfchen, Gels, Schäume, Schwämmchen, Vaginaltabletten, Ovula
Alle chemischen Verhütungsmittel enthalten den Wirkstoff Nonoxinol-9. Der Wirkstoff kommt in verschiedenen Präparaten vor, etwa Creme, Gel, Salbe, Schaum oder Zäpfchen. Tief in die Scheide eingeführt, löst sich das Mittel auf und bildet eine Sperre für die Samenzellen. Gleichzeitig hemmt es die Beweglichkeit der Spermien und sorgt dafür, dass die Samenzellen schneller durch die Scheidenenzyme abgebaut werden
Bei der Anwendung von chemischen Schutzmitteln kann es zu unangenehmen Reizerscheinungen an den Genitalien kommen (Brennen, Jucken).
Sicherheit | Pearl-Index 9 - 25 |
Vorteile | Bei Bedarf jederzeit einsetzbar. Dadurch keine dauerhafte chemische Belastung. |
Nachteile | Beeinträchtigung des spontanen Sexualverhaltens |
Kosten | ca. 10,- € - 15,- € rezeptfrei in allen Apotheken erhältlich. |
Für wen geeignet? | Diese Verhütungsmittel kommen für Frauen in Frage, die nur gelegentlich Schutz brauchen. |







Das sind Welten Unterschiede – wer hat Recht?