Notbremse: Die Pille danach
Frauen, die während ihrer fruchtbaren Tage mit einem Mann geschlafen haben ohne zu verhüten, können mit der "Pille danach" eine ungewollte Schwangerschaft noch verhindern. Durch eine kurzzeitige Hormonbehandlung wird innerhalb einer Woche eine Blutung ausgelöst.
Es gibt verschiedene Präparate - Östrogen-Gestagen Kombination oder reine Gestagen-Präparate. Das Präparat kann aber nur wirken, wenn die ersten beiden der insgesamt vier Tabletten innerhalb von 48 bis 72 (je nach Präparat) Stunden nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr eingenommen werden. Frauen in einer solchen Notsituation können sich an ihren Frauenärztin oder ihren Frauenarzt, die Ambulanz einer Frauenklinik oder eine Pro Familia Beratungsstelle wenden (die Präparate sind rezeptpflichtig!).
In ca. 75 - 99 % der Fälle verhindert die Methode den Eintritt der Schwangerschaft. Je früher die Hormongabe erfolgt, desto größer ist Zuverlässigkeit der Methode. Blutungsstörungen, ein Spannungsgefühl in den Brüsten und Übelkeit sind die häufigsten unerwünschten Nebenwirkungen. Für den regelmäßigen Gebrauch ist die Pille danach nicht geeignet.
Welchen Unterschied gibt es zwischen dem medikamentösen Schwangerschaftsabbruch und der postkoitalen Kontrazeption? Während die sogenannte "Abtreibungspille" eine bereits eingetretene Schwangerschaft beendet, verhindert die postcoitale Pille die Einnistung der befruchteten Eizelle. Auch die pharmakologische Zusammensetzung ist eine völlig andere. Der medikamentöse Schwangerschaftsabbruch erfolgt mit dem Antigestagen Mifepriston, während die postcoitale Pille ein Gestagen oder eine Östrogen-Gestagen-Kombination enthält. Die Pille danach kann eine existierende Schwangerschaft nicht beenden.
Innerhalb von fünf Tagen nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr kann eine Schwangerschaft auch durch Einlegen einer Spirale verhindert werden.






Hat der ES schon stattgefunden, ist es immer ratsam die Spirale danach zu wählen, welche hier eigentlich auch noch erläutert werden sollte.
Die Spirale danach (Kupferspirale, Goldlily oder Gynefix) kann man bis zu 5 Tage nach dem Geschlechtsverkehr einsetzen lassen.Sie lähmt die Spermien und verhindert zusätzlich die Einnistung. Die Wirkung ist immer 99% sicher - egal zu welchem Zeitpunkt im Zyklus.
ich habe ein sehr großes und dringendes Problem und hoffe sehr, dass Sie mir helfen können.
Gestern habe ich die Pille danach genommen, Unofem und nach dreieinhalb Stunden erbrochen. Im Beipackzettel stnad, dass wenn innerhalb von drei Stunden erbrochen wird, eine weitere genommen werden muss, weshalb ich es unterlassen habe. Nun habe ich ganz schreckliche Angst, dass der Embrio, falls die Pille nicht wirken sollte, durch das Levonorgestrel geschädigt worden sein könnte. Ich würde das Kind im Fall. dass die Pille danach nicht wirkt, doch austragen. Ich weiß, dass die Einnistung noch nicht stattgefunden hat, sonst hätte ich braunen Schleim am Muttermund gehabt. Meine Brüste sind zuerst schlaffer und jetzt wieder voller geworden. Ich weiß nicht, ob Sie solche Fragen beantworten, aber ich bitte Sie trotzdem, mir zu helfen.
MfG
Sabine Eberhardt
Das ist FALSCH ! Die 'Pille danach' verhindert auch die Einnistung eines bereits befruchteten Eis.
Das ist FALSCH. Die "Pille danach" verhindert auch die Einnistung eines bereits befruchteten Eis.
Vorausgesetzt natürlich, dass der Eisprung nicht bereits stattgefunden hat.