Natürliche Verhütungsmethoden

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Diese Art der Verhütung ist konkurrenzlos billig. Sie brauchen dafür nur ein Fieberthermometer, Vordrucke für Temperaturkurven (gibt es in Frauenarztpraxen und Apotheken sowie bei Familienplanungszentren und bei Pro Familia) und die Bereitschaft, den eigenen Körper genau zu beobachten.

Für die natürliche Familienplanung gilt aber wie für alle "sanften" Methoden: Voraussetzung ist, dass beide Partner sich darauf einstellen und auch konsequent an den fruchtbaren Tagen auf ungeschützten Sex verzichten.

Alle natürlichen Methoden der Empfängnisverhütung haben den Nachteil, dass sie der Spontaneität des Liebeslebens keinen Raum lassen und der Geschlechtsverkehr nach Zeitplan erfolgen muss.

Für Frauen mit einem instabilen Zyklus (Frauen kurz nach der Menarche oder vor der Menopause) sind diese Methoden nicht geeignet. Auch Frauen mit starken beruflichen Belastungen (z.B. Schichtdienst) sollten andere Methoden der Empfängnisverhütung wählen. Alle natürlichen Methoden verlangen ein hohes Maß an Disziplin und einen relativ großen Zeitaufwand. Mit Verhütungscomputern wird versucht, die natürlichen Methoden etwas anwendungsfreundlicher zu machen.




6 Kommentare
Clara,
07.01.2010, 15:23
Also, ich bin der Meinung, der Klarheit halber sollte nur noch von Temperaturmethode, Symptothermalmethode, Knaus-Ogino Methode etc. gesprochen werden. Auch wenn einige glauben oder wollen, dass die Natürliche Familienplanung, oder NFP ausschließlich die Symptothermalmehtode beschreiben, so ist das halt nicht richtig. Sogar Coitus Interruptus gehört faktisch zu den "natürlichen" Verhütungsmethoden! Schön wäre es auch, wäre dieser Artikel hier sachlicher und weniger wertend. Inklusive der Hinweise auf Bücher wie "Natürlich & Sicher" sowie Online-Dienste wie myona.de und mynfp.de. Ich verstehe immer noch nicht, warum es angeblich mehr Disziplin erfordert, täglich die Temperatur zu messen als die Pille zu nehmen. Mal abgesehen davon, dass Messen vergessen weniger riskant ist, als Pille nehmen.
Nala,
01.09.2009, 14:50
Interessant ist ja auch dass bei der Pille die Methodensicherheit angegeben wird und hier bei STM nur die Anwendersicherheit. Die Anwendersicherheit der Pille ist nämlich sogar schlechter als die der STM
Ist wohl doch nicht so einfach jeden Tag eine Pille zu schlucken ....
Nala,
01.09.2009, 14:46
Uru, ja NFP ist nicht für jeden aber dennoch sicher wenn man es richtig anwendet.
Wegen dem Dia: Das muss man nicht innerhalb 8 Stunden rausnehmen! Es muss solange drinbleiben - also ist schlafen danach sowieso das einfachste oder?
Uru,
18.08.2009, 22:48
Möchte auch gerne meine Meinung zu NFP loswerden:

Ich vertrage keine hormonellen Verhütungsmethoden und habe mich dann u. a. mit NFP beschäftigt, um eine nicht-hormonelle Verhütungsmethode zu finden. Mir wurde sehr schnell klar, dass NFP sehr interessant ist, aber für mich zumindest keine Verhütungsalternative ist. Ich möchte nicht die meiste Zeit des Zyklus' mit meinem Partner Sex mit Kondomen haben. Nein, ich mag keine Kondome. Ich will meinen Mann spüren und nicht das Latex.

Auch das Dia halte ich für nicht geeignet, da es mir zu viel Pipapo drum herum ist. Man muss es sich erst einsetzen und dann auch noch mit einer gewissen Zeitspanne davor und dann muss man schauen, dass man es auch innerhalb von 8 Stunden wieder raus nimmt. Wenn ich Nachts um 1 Sex habe, will ich nicht danach noch Dia rausholen, Hände waschen, Dia waschen etc. Ich will dann schlafen. Gibt für mich nichts schöneres, als mich danach an meinen Mann zu kuscheln.

Ich habe mir die Gynefix dann setzen lassen und NFP zur Beobachtung gemacht. Spätestens als es Sommer wurde, war es für mich einfach nicht mehr praktikabel. Dadurch, dass es im Sommer bereits morgens warm ist, war mein Körper dementsprechend auch wärmer. Ich wusste irgendwann einfach nicht mehr, ob ich jetzt einen Wert als Störfaktor ausklammern soll oder es lassen soll. Hätte da beinahe den ganzen Zyklus ausklammern können. Die Werte waren so hoch wie sonst nur in der Hochlage. So konnte ich dann aber auch keinen Eisprung auswerten. Hätte ich es nicht nur zur Beobachtung gemacht, hätte ich vermutlich Monate lang nur mit zusätzlichen Barrieremethoden verhütet.

Es gibt viele Frauen, die auf NFP schwören und ich kann es auch bis zu einem gewissen Punkt nachvollziehen, aber es ist keine Verhütungsmethode für mich.
reya,
20.02.2009, 22:24
Hallo Nala,

Kann dir nur zustimmen. Nerve mich immer über aussagen, dass NFP der Spontaneität einen Strich durch die Rechnung machen. Aber wie du schon sagtest gibts ja für die fruchtbaren Tage Kondome. Allemal besser als sich dauernd mit Hormonen vollzustopfen und dann auch noch keine Lust auf Sex haben
Nala,
14.01.2009, 15:38
Interessant - vor 1 Monat standen hier noch kommentare die obige Verhütungsmethode genau erklären und auch die Falschaussagen oben berichtigen.

Unter NFP wird heutzutage die symptothermale Methode verstanden. Sie besteht aus der morgendlichen Temperaturmessund und der Zervixschleimbeobachtung. So lässt sich ein erfolgter ES feststellen und in den unfruchtbaren Verhütungsfrei verkehren.
Bei korrekter Anwendung kommt diese Praxis auf Pillensicherheit! Also einem PI von etwa 0,4.

In den fruchtbaren Tagen muss man nicht verzichten - wozu gibt es Kondome? Und mit einem Diaphragma kombiniert liegt auch hier der PI deutlich unter 1.
Das Buch "Natürlich & Sicher" ist sehr zu empfehlen.
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