Hormone

Hormone

Hormone übertragen Informationen zwischen verschiedenen Zelltypen bzw. zwischen verschiedenen Organen im Körper. Sie sind wichtig für den reibungslosen Ablauf aller Körperfunktionen.

Östrogene

Östrogene sind weibliche Hormone, die hauptsächlich im Eierstock, aber auch - in geringerem Ausmaß - im Fettgewebe und in der Nebenniere gebildet werden. Der Eierstock produziert eine Reihe von Östrogenen, unter denen 17ß-Estradiol das wichtigste Hormon ist. Dieses wird im Körper zu weiteren Östrogen wirksamen Substanzen abgebaut.

17ß-Estradiol sorgt im natürlichen weiblichen Zyklus für das Heranreifen meist eines Eies, das durch den Eisprung freigesetzt wird und dann befruchtet werden kann. Zugleich bewirken sie eine vermehrte Zellteilung und damit ein Wachstum der Gebärmutterschleimhaut .

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Gestagene (=Gelbkörperhormon)

Ein weiteres wichtiges Hormon im weiblichen Körper ist das Gelbkörperhormon (Progesteron). Das Gelbkörperhormon wird, wie der Name vermuten lässt, im Gelbkörper gebildet, also der Struktur im Eierstock, aus der das Ei beim Eisprung freigesetzt wird.

Das Gelbkörperhormon wandelt die Gebärmutterschleimhaut um und macht sie bereit, ein befruchtetes Ei aufzunehmen. Es ist also ein Hormon, das für das Zustandekommen einer Schwangerschaft wesentlich und im weiteren für den Erhalt einer Schwangerschaft wichtig ist.

Die Produktion des Gelbkörperhormons findet im Eierstock über einen relativ konstanten Zeitraum von 14 Tagen statt. Kommt eine Schwangerschaft zustande, wird die Produktion des Gelbkörperhormons vom Mutterkuchen, der Plazenta, übernommen und über die gesamte Schwangerschaft aufrechterhalten.

Nistet sich kein befruchtetes Ei in der Gebärmutterschleimhaut ein, kommt es durch die fehlende Gestagenbildung zum Gestagenentzug. Dieser Gestagenentzug ist es dann, der im natürlichen weiblichen Zyklus die Menstruationsblutung auslöst.

Bei der Menstruationsblutung wird die aufgebaute und für eine Schwangerschaft vorbereitete Gebärmutterschleimhaut abgestossen. Sie beginnt im nächsten Zyklus unter dem Einfluß von Östrogenen aufs Neue zu wachsen.

Progesteron ist also wichtig für das Zustandekommen und den Erhalt einer Schwangerschaft und für einen regelmässigen Zyklus.

 

Androgene (=männliche Hormone)

Frauen produzieren auch männliche Hormone (= Androgene), die im Blut natürlich in wesentlich geringerem Ausmass als bei Männern vorliegen. Umgekehrt produzieren Männer auch Estrogene.

Ist bei Frauen das Verhältnis zwischen Estrogenen und Androgenen gestört, liegen Androgene also in höherer Konzentration als normal vor, kann dies durchaus sichtbare Auswirkungen haben. So hat beispielsweise die unreine Haut mit Pickeln bei Jugendlichen in der Pubertät ihren Grund in dem beschriebenen Ungleichgewicht der Hormone.

In den Wechseljahren, wenn die Eierstöcke ihre Hormonproduktion langsam einstellen, wird als erstes kein Gelbkörperhormon mehr produziert, etwas später verringert sich dann auch die Estrogenproduktion. Androgene werden am längsten produziert.

Es ist also möglich, dass bei einer Frau in den Wechseljahren ein Hormonungleichgewicht zugunsten der Androgene entsteht. Manchmal bekommen Frauen in den Wechseljahren wieder eine unreine Haut - wie in der Pubertät - oder der Haarwuchs verändert sich. So entstehen die bekannten "Damenbärtchen", Haare, die an Oberlippe und Kinn plötzlich zu wachsen beginnen.

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